Ausstellung: „Körper und Raum“ – KAPONIER Kunstverein e.V. Vechta, 9.9. – 2.10.2022

Gruppenausstellung zusammen mit Magdalene Brahms, Eva Schnabel-Schütte und Armin Wildner.

Alle vier Ausstellenden sind Künstler*innen, die bei der Vielfalt ihrer Materialien und Ausdrucksmittel, in ihrer künstlerischen Aussage ein gemeinsames Ziel verfolgen: das Spannungsfeld von Körper und Raum auszuloten und Objekte zu erstellen, die der Eigensprache ihrer Materialien als oberstes Ziel Rechnung tragen.

Ausstellung: Chaostheorie – BBK-Galerie Oldenburg vom 28.8. – 2.10.2022

„Die Chaostheorie besagt, dass geringfügige Änderungen der Anfangsbedingungen dramatische Auswirkungen auf den weiteren Verlauf von Ereignissen haben können. Aus dem Zustand vollständiger Unordnung können geordnete Strukturen hervorgebracht werden“ (aus dem Ausschreibungstext).

„Amorph“, 2022 – Aquarell auf Leinen und Baumwolle (genäht), ca. 58 x 60 x 145 cm (incl. Sockel 30 x 30 x 100 cm)

Ausstellung: „KÜNSTLER VON HIER“ – 27.8. – 12.9.2021

Kulturhalle, Pferdemarkt 8a, Oldenburg

Eröffnung: 27.8.2021, 18.00 Uhr

Finissage: 12.9.2021, 18.00 Uhr

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 14.00 – 18.00 Uhr, Samstag 10.00 – 18.00 Uhr, Sonntag 12.00 – 18.00 Uhr

In einer Ausstellung und einem umfangreichen Rahmenprogramm präsentieren sich insgesamt 41 Künstler*innen aus den Sparten Bildende Kunst, Darstellende Kunst und Musik.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Der Eintritt zur Ausstellung ist frei (Spende zugunsten der teilnehmenden Künstler*innen erbeten).

Weitere Infos unter: www.künstler-von-hier.de

Im Gespräch mit Schirmherrn Björn Thümler, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, anlässlich der Ausstellungseröffnung am 27.8.2021 (Foto: Jürgen Mühlenbruch).

Ausstellung: „Vielleicht wird alles viel leichter“ – 22.8.2021 – 26.9.21

Gemeinschaftsausstellung von 65 Mitgliedern des Bundes Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK), Bezirksgruppe Oldenburg

BBK-Galerie Oldenburg, Peterstr. 1, 26121 Oldenburg

Eröffnung: Sonntag, 22.8.2021, 11.00 Uhr

Öffnungszeiten: Di., Mi., Do., 14.00 – 17.00 Uhr, Sonntags 11.00 – 14.00 Uhr. Eintritt frei.

Es gelten die jeweiligen Corona-Verhaltensregeln für öffentliche Museen und Galerien.

„Wolkenkuckucksheim“, 2021, Aquarell auf Baumwolle, Leinen (genäht), Eisendraht, ca. 52x50x50 cm

„Ein Vielleicht in der Kunst – geht das? Wie sieht ein künstlerisches Vielleicht aus? Lässt es sich überhaupt darstellen? Oder wäre ein Vielleichter viel leichter?“… (aus der Projektausschreibung).

Meine Antwort: das „Wolkenkuckucksheim“ – ein Ort, wo Träume zuhause sein dürfen, Utopien und Phantasien. Gelegenheit zum Zukunft denken und zum Wünsche haben. Eine fliegende paradiesische Insel. Persönlicher Sehnsuchts- und Rückzugsort. Fernsicht und Weitblick inclusive.

Foto: Jürgen Mühlenbruch

2020: Impuls Wald

Der Wald als Inspirationsort. Die sozialen Abstandsregeln in 2020 sind zugleich auch eine Chance: Den Wald einmal nur für sich und mit sich selbst zu erleben.

Lebende Formen- und Farbvielfalt, Geräusche und Gerüche, Luft, Licht, Wasser und Sonne produzieren immerwährend neue kaleidoskopisch verwirbelte Impressionen und setzen Impulse für die künstlerische Auseinandersetzung mit dem „System Wald“.

Die neue Werkgruppe „Verflechtungen“ setzt sich mit den – sichtbaren und unsichtbaren – Verbindungen und Verwurzelungen auseinander.

„Verflechtung I – III“, 2020, Triptychon,
Aquarell auf Baumwolle, genäht,
ca. 42 x 42 x 12 cm („Verflechtung I“)
ca. 42 x 43 x 11 cm („Verflechtung II“)
ca. 45 x 43 x 6 cm (Verflechtung III“)

Offene ARTEliers 2020

Samstag/Sonntag 12.9./13.9.2020 von 11.00 – 18.00 Uhr

Es erwartet Sie eine Vielzahl neuer Arbeiten.

Bitte beachten Sie: In den Atelierräumen gelten die Corona bedingten Hygienevorschriften (Mund-Nase-Bedeckung, Mindestabstand von 1,5 Metern).

Der Ateliergarten ist zudem geöffnet und bietet Gelegenheit zum Verweilen und angeregte Gespräche.

Ich freue mich auf Sie!

Ateliergarten
„Wahlverwandtschaft II“, 2020

„Wahlverwandtschaft I“, 2020
„Wahlverwandtschaft V“, 2020

Ausstellung: Minimal – weniger ist mehr – 16.8. – 20.9.2020, BBK-Galerie Oldenburg

Das diesjährige Mitgliederausstellung des Bundes Bildender Künstlerinnen und Künstler Oldenburg befasst sich 2020 mit dem Thema minimal – weniger ist mehr.

Als Beitrag hierzu habe ich die Arbeit „Utopia“ geschaffen. Das  Modell einer fiktionalen Stadt.

„Utopia“- Seitansicht 1

Die in dem genähten Objekt verbauten Röhren und Kühlkörper aus der Hochfrequenz-Radiotechnik bilden die futuristische Architektur von Wohntürmen, die auf den leeren Terrassen einer felsigen Landschaft eines unbekannten Ortes stehen.
Futuristische Zukunftsvision oder Zeugnis einer bereits gescheiterten Siedlungsmission? Entscheide selbst!

„Utopia“, Seitansicht 2

 

„Utopia“ – Teilansicht

„Utopia“ – Teilansicht

„Utopia“ – Teilansicht

 

 

 

 

 

 

 

Verschoben!! Ausstellung: „Wahlverwandschaften“ 26.3. – 28.7.2020 im Ev. Bildungshaus Rastede

Wahlverwandtschaften

Vernissage am Donnerstag, 26.3.2020 um 19.00 Uhr. 

Die Ausstellung ist wegen der Corona-Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben. 

Wahlverwandtschaft I, 2020,  76 x 56 cm

Die wiederkehrende künstlerische Auseinandersetzung mit dem „Tier“ und seinen Erscheinungsformen bildet seit Jahren einen meiner Arbeitsschwerpunkte. Generell kommt es mir dabei nicht auf die naturgetreue Abbildung an. Es geht vielmehr um das Erkennen des jeweils individuellen Tierwesens. Die künstlerische Umsetzung ist von meiner eigenen emotionalen Verbindung geleitet und erfolgt in hohem Maße intuitiv.

Tatsächlich spielen die Arbeiten auf die bei uns Menschen häufig vorhandene Faszination für Tiere an. Die womöglich vom Betrachter empfundene Übereinstimmung und Wesensähnlichkeit mit dem ein oder anderen tierischen Protagonisten ist dabei nicht zufällig, sondern augenzwinkernde Absicht. Getreu dem Motto: „Du siehst aus wie ich mich fühle“.

Zur Einführung in die Ausstellung gibt es ein gemeinsames Gespräch mit der Kunstvermittlerin Meike Janßen.

 

Ev. Bildungshaus Rastede

Mühlenstr. 126,  26180 Rastede

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9.30 – 15.30 Uhr

Der Eintritt ist frei.

 

Reisebericht China 2019 – Gesamtüberblick

 

Eine Fülle neuer Eindrücke von der vielfältigen zeitgenössischen und auch der alten Kunst- und Kultur Chinas haben die Teilnehmenden der China-Jubiläumsreise der GDCF Oldenburg mit zurückgebracht.

Shanghai

Start- und Schlusspunkt bildete die Megacity Schanghai mit ihren zahlreichen Museen, Galerievierteln und dem überwältigenden abendlichen Farbrausch der Skyscraper-Parade am Bund.

Tongli

Skizzenbuch-Impression

Einblicke in die dörfliche Lebensweise bot demgegenüber das Wasserdorf Tongli mit seinen alten Häusern an schmalen Wasserwegen.

Tongli

Tongli – Fischerboot mir Kormoranen

Tongli

Suzhou und Hangzhou

Skizzenbuch-Impression

Mehrere Beispiele chinesischer Gartenkunst in Tongli, Suzhou und Hangzhou begeisterten mit ausgeklügelter Raumgestaltung selbst auf kleinsten Flächen.

Garten der Rückbesinnung

Garten des bescheidenen Beamten

In Hangzhou befindet sich eine der berühmtesten und ältesten Apotheken für Traditionelle Chinesische Medizin.

Alte Apotheke für TCM – Haupthalle

TCM-Arzt bei der Pulsdiagnostik in der Apotheken-Haupthalle

Verpacken der zusammengestellten Rezepturen in der Apotheken-Haupthalle

Huangshan – Altstadt Tunxi

Skizzenbuch-Impression

Die Altstadt von Tunxi bezauberte mit ihrer alten Architektur und den vielen kleinen handwerklich geführten Läden.

Altstadt Tunxi

In der Altstadt Tunxi

Altstadt Tunxi – Seitengasse

Den aufwendigen Herstellungsprozess von Tusche- und Reibesteinen konnten wir hautnah in einer bis heute nach alter Tradition arbeitenden Manufaktur erleben.

Reibesteinschnitzer

Reibesteine

Tuschesteine – Pressung der Rohlinge in Modeln

Tuschesteine – Aufbringung der Goldbemalung in der Endbearbeitung

Besonders beeindruckende Landschaftserlebnisse boten der Westsee und vor allem das Huangshang-Gebirge.

Westsee

Blühender Lotus, Westsee

Huangshan-Gebirge

Huangshan-Gebirge

Huangshan-Gebirge

Ein besonderes Highlight war der Besuch des Ateliers von  Xiao Lin, der uns zum Gedankenaustausch bei einer Tasse Tee einlud und sich bei seiner Arbeit über die Schulter schauen ließ.

Xiao Lin bei der Arbeit

Tuschezeichnung von Xiao Lin (Ausschnitt)

Jingdezhen

Skizzenbuch-Impression

In Jingdezhen tauchten wir tief in die Geschichte und aktuelle Produktion des chinesischen Porzellans ein, besuchten verschiedene Produktionsstandorte und Studios örtlicher Porzellankünstler/innen und das Jingdezhen-Museum mit einer vortrefflichen Ausstellung alter und neuzeitlicher chinesischer Keramik höchster Qualität.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Reisebericht China 2019 – Der Chinesische Garten

Tuisi-Garten, Tongli

Der Chinesische Garten symbolisiert die Synthese dessen, was die Beziehung des Menschen zur Natur ausmacht. Die Gärten sind ein Kulturdokument, das viel über die chinesische Beziehung zur Welt und zum Leben aussagt . Die chinesischen Gärten entwickelten sich ab der Song-Dynastie (960 – 1229) im engen Einklang mit der Landschaftsmalerei.

Skizzenbuch-Impression

Das Hinzielen zur Harmonie ist die Basis der Chinesischen Philosophie und Lebenskonzeption und bildet gleichermaßen die Grundlage für die chinesische Gartenkunst. Sie gewährt dem Menschen das, was er am meisten sucht – das Gleichgewicht des Geistes.

Chinesische Gärten sind eine Kleindarstellung des Universums. Allerdings ist das Gestaltungsziel hierbei nicht die Nachahmung der Natur, sondern es geht vielmehr um das Erfassen ihrer Vorgänge, die Verformung des Gesehenen durch subjektive Eindrücke und Gefühle. Deshalb wurde in China die Kreation der Gärten auf das gleiche Niveau wie Malkunst und Poesie gestellt. Chinesische Gärten erfassen das Unendliche mit weltlichen Mitteln, verbinden die Realität mit der Geistlichkeit.

Skizzenbuch-Impression

Der Garten als Zufluchtsort der Stille

Jeder der bis heute erhalten gebliebenen Gärten verkörpert die Verwirklichung der Sehnsucht nach einer Zuflucht, um sich an der Natur in ihrer vollen Größe zu erfreuen, ohne „die Schwelle des Hauses überschreiten zu müssen“.

Skizzenbuch-Impression

Die Größe des Gartens war dabei zunächst ohne Bedeutung. Je geringer der zur Verfügung stehende Raum war, desto ausgeprägter musste allerdings die Kunst der Andeutung sein. Das Element Wasser konnte daher ebenso mit einem See wie auch mit einem dünnen fließenden Bändchen ausgedrückt werden. Ein hoher, in Wolken gehüllter Berg ließ sich mit einem Stein verkörpern. Eine einzige alte Kiefer ruft die Atmosphäre abgeschiedenen Daseins hervor.

Garten der Rückbesinnung

Fülle in der Ruhe

Im Mittelpunkt chinesischer Ästhetik stand jahrhundertelang die Konzeption des Raumes. Sie spielte sowohl in der Malerei als auch in der Gartenkunst eine große Rolle. Die Schlüsselfrage war hierbei, mit welchen Mitteln sich auf der begrenzten Fläche des Gartens die Illusion des unendlichen Raumes und der weitgehenden Leere gestalten lässt. So ist nach der chinesischen Auffassung die Natur ohne Grenzen.

Die Aufteilung des Raumes im chinesischen Garten entspricht grundsätzlich den gleichen Prinzipien wie in einer horizontalen Bilderrolle, die abgewickelt wird und die Grenze der Zeit und des Ortes überwindet. Im „Bild“ kann man stehen bleiben, schauen, wandern oder auch verweilen.

Tuisi-Garten, Tongli

Garten des bescheidenen Beamten

Garten der Rückbesinnung

Für große und kleine Gärten gilt der Grundsatz der harmonischen Beziehung zwischen dem Haupt- und dem Nebensächlichen. Die Gartenszenerie war die Hauptsache. Erst dann folgte die Architektur. Der Garten soll Tiefe haben, überall soll eine Überraschung lauern. In gewissen Abschnitten soll der Garten ein Spannungsgefühl wecken, sogar das Gefühl von Gefahr („wei“).

Garten des bescheidenen Beamten

Garten der Rückbesinnung

Eine große Bedeutung hatte auch die Kreation der Szenerien in Schalen – „shangshui penjing“ – für Menschen, die keinen Garten besaßen.

Garten der Rückbesinnung

Studierstube – Garten der Rückbesinnung

Ebenso wichtig wie Pavillons, Lustschlösschen, Studierräume und andere Bauten sind Elemente, die die Gärten verbinden, vor allem Korridore, Pfade und Brücken. Diese versteht man in der Gartenkomposition als Linien („Xian“), während Gebäude Punkte sind („Dian“).

Garten des bescheidenen Beamten

Tuisi-Garten, Tongli

Garten des bescheidenen Beamten

Den Gartenraum teilen zudem Gartenmauern, in denen es verschieden geformte Durchgänge gibt (z.B. Mondsichel, Flasche). Auch die Fenster in den Mauern sind abwechslungsreich geformt.

Garten des bescheidenen Beamten

Brücken übers Wasser haben eine verbindende Rolle. Niemals gibt es in einem Garten zwei gleiche Brücken. Die Brücken sind für die Chinesen ein Garant dafür, dass das lebensspendende Fluidum – „Qi“ – gleichmäßig den ganzen Gartenraum durchdringt.

Tuisi-Garten, Tongli